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Historie der Freien Wähler Pfullendorf

Wie kam es zur Gründung einer parteifreien Wählervereinigung in Pfullendorf ?

Welche Motive bewegte die Initiatoren zu einer solchen Aktivität ?

 

Wir blicken ins Jahr 1948. Der 2-Weltkrieg, drei Jahre zuvor zu Ende gegangen, hatte auch von der Pfullendorfer Bevölkerung ungeheure Opfer gefordert und ein Ende der Entbehrungen noch lange nicht in Sicht. Pfullendorf zählte damals 3.000 Einwohner. Es fehlte vor allen Dingen an Arbeitsmöglichkeiten und Wohnungen. An die Lösung anderer kommunaler Probleme wie Straßenbau, Kanalisation oder Kindergartenbau war nicht zu denken. Mit Skepsis stand der Bürger jeglicher Entwicklung gegenüber. Der „ Ohne mich Standpunkt“ war vorherrschend. Dennoch bewegte einige tatkräftige Männer die Politik „vor der Haustüre“.

Im Hinblick auf die bevorstehenden Gemeinderatswahlen wurde am 09.Oktober 1948 im Gasthaus „Grüne Bürg“ die Freie Wählervereinigung Pfullendorf gegründet Als Gründungsmitglieder fanden sich damals ein: Bär Otto, Boss Karl, Endres Franz, Keinath Hermann, Keschmann Fritz, Kreuzer Hugo, Martin Leo, Netzel Josef, Niedermann August, Rupp Ernst, Schorpp Franz, Schnopp Ferdinand Stark Ernst und Wörz Paul.

Bei der im November 1948 durchgeführten Gemeinderatswahlen konnten die Freien Wähler mit Netzel, Schorpp, Schnopp und Wörz 4 von 8 Sitzen erringen.

Die Schaffung von Arbeitsplätzen, der Wohnungsbau, der Neubau eines Krankenhauses, aber auch infrastrukturelle Maßnahmen, wie der Bau eines Schwimmbades waren die bestimmenden Themen der Kommunalpolitik.

Willi Nusser, Josef Netzel, Sebastian Gsell und Hermann Löffler waren seitens der Freien Wähler Garanten für eine erfolgreiche Ansiedlung der Firmen ALNO, GEBERIT sowie der Bundeswehr.

Im Laufe der Jahre tauchten neue Namen bei den Freien Wählern auf. In den Gemeinderat wurden u.a. Otto Harder, Kurt Sigel, Albert Restle später Dr.Martin Frenzel, Werner Stiehle, Albert Zimmermann und Manfred Walk gewählt.

Pfullendorf entwickelte sich weiter. Bei der Kreisreform im Jahre 1970 wurde Pfullendorf dem Kreis Sigmaringen zugeordnet. In den Jahren danach wurden die Gemeinden Aach/Linz, Denkingen, Gaisweiler-Tautenbronn, Mottschies, Großstadelhofen,Otterswang und Zell/Schwäbishausen eingemeindet . 

Im Jahre 1980 entschieden sich die Freien Wähler künftig als eingetragener Verein (e.V.) zu fungieren.

Die unechte Teilortswahl lies den Gemeinderat auf 26 Mandatsträger anwachsen. Jakob Künstle, Karl Rothmund, Ernst Spöttl, ferner Franz Stadelhofer, Anton Siegle, Klaus Epple und Günther Jacob zogen im weiteren in den Gemeinderat ein. Kommunalpolitisch wurde eine Vielzahl von Aufgaben bewältigt. Der Bau der Sport- und Stadthalle, der Ausbau der Schulen, die Altstadtsanierung und die Entwicklung der Ortsteile sind nur einige Bespiele.

 Auch in den Ortsteilen haben die Freien Wähler in den Ortschaftsratsgremien laufend zugelegt und die Mehrzahl der Sitze errungen. Namen wie August Hügle und Hans Fitz sind damit untrennbar.

Im Jahre 2008 konnten die Freien Wähler in Pfullendorf auf 60 Jahre Kommunalpolitik zurückblicken.

Heute gehören dem Gemeinderat Thomas Jacob, Dr. Jürgen Winter, Anton Siegle, Dr. Jobst Florus, Karl Fritz, Klaus Fiesel, Markus Schenzle und Edgar Lang an. 

 

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